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Türchen 19 2019

Völlig auf dem falschen Fuß erwischst du mich gerade. Dass ich kaum etwas anhabe, ist mir nicht aufgefallen. Dein Lächeln fühlt sich gerade völlig falsch an. Wir stehen mittlerweile in meinem Flur und ich frage mit schwerem Herzen: „Na? Magst du mir was erzählen?“ Du ziehst die Augenbrauen hoch und schaust mich skeptisch an. Als würde ich Suaheli sprechen ergänze ich: „Irgendwie war deine Unterhaltung von eben nicht zu überhören. Du hast also jemanden kennengelernt?!“ Wir sitzen uns mittlerweile gegenüber auf meiner Couch. Dein Blick wird ernst und in mir zieht sich bei deinen Worten alles zusammen.
„Ja, das habe ich in der Tat. Einen wirklich interessanten Mann. Einer der scheinbar mehr meiner Wünsche vereint, als die meisten Männer zuvor.“ Mir ist kalt, mein Blick gesenkt. Du schiebst deine Finger unter mein Kinn und hebst meinen Kopf, zwingst mich fast dir in die Augen zu schauen. Sie funkeln und glitzern, sind dunkel und unendlich tief. Deine Stimme sanft: „Dieser Mann hat so wundervolle Augen und scheint schlecht geschlafen zu haben.“ Ich lege den Kopf schief und schaue skeptisch, meine Gedanken hauen mir gerade abwechselnd und dauerhaft rechts und links Eine runter… Während ich das rechte Auge zukneifen muss, weil die Einschläge fast schon weh tun, legst du deine Hände auf meine Wangen.
Dein Kuss ist pures Gefühl, nicht wild oder fordernd. Deine Hände halten mich sanft. Deine Lippen passen so verdammt gut auf meine und deine Zungenspitze leckt über meine Lippen. Und wieder steht die Welt einen Moment still. Mein Lächeln könnte breiter nicht sein, ich muss fast lachen, was dich nicht im Geringsten davon abhält mich zu küssen. In dir steckt so unendlich viel Verlangen, fordernd und doch so passgenau. Du lädst mich ein, auf eine Reise der Sinne und der Lust, verführst mich frech und unglaublich zielsicher. Deine Hände wandern unter mein Shirt, ich spüre deine Krallen auf meiner Haut, mir wird warm, mehr heiß als das. Als wolltest du mir nachhaltig klar machen, von wem du vorhin gesprochen hast. Deine Hände sind überall und meine müssen sich erst vergewissern, dass du echt bist. Ich kann dich sehen, spüren, atmen, schmecken, du kannst kein Traum sein und doch ist es irgendwie unwirklich, was du hier mit mir anstellst. Scheinbar, hast du einen Schaltplan gefunden, der die Lautstärke in meinem Kopf mutet und verfolgst diesen Plan mit unglaublicher Präzession.
Es fühlt sich gut an deine Haare auf meiner Haut zu spüren. Immer weniger Stoff bedeckt unsere Haut und die Leidenschaft lässt uns ineinander versinken. Unsere Küsse schmecken nach mehr und nach viel Lust. Deine Küsse wandern über meinen Bauch, meine Hüfte und als könntest du Gedanken lesen, schiebst du meine Hände immer wieder zurück, wenn sie dich berühren wollen. Ich soll einfach nur genießen, das zeigt ein in Flammen stehender Blick unmissverständlich, als du kurz zu mir nach oben blickst, während deine Zunge sich unter den Bund meiner Shorts schiebt…