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Türchen 14 2019

Einzig Atmung und Herzschlag funktionieren einigermaßen zuverlässig. Extrem im erhöhten Bereich, aber wer soll hier gerade noch klarkommen? Die Lust hat die Kontrolle übernommen und lacht sich über Verstand und Zurückhaltung, die schmollend in der Ecke sitzen, kaputt. Hier ist nichts mehr mit Vernunft zu wollen. Irgendwie hat die fast regelmäßig Aussetzer, wenn wir uns einen Quadratmeter Boden teilen. Aber deine Lippen auf meinen, während unsere Zungenspitzen sich intensiv kennenlernen und meine Finger, die sich immer weiter trauen, sind einfach eine unbeschreiblich lustvolle Kombination. Wer könnte da widerstehen? Ich nicht! Du scheinbar genauso wenig. Du stöhnst mir in den Mund mein Zeigefinger gleitet vorsichtig zwischen deine Lippen. Wahnsinn wie heiß und nass du bereits bist. Deine Krallen legen sich auf meine Schulter, meinen Nacken und meinen Kopf, ganz sicher nicht ohne Spuren zu hinterlassen.
Was machen wir hier überhaupt? Einen Moment durchatmen, das tut dir genauso gut wie mir. Die Berührungen werden kurz etwas sanfter, weniger tief, aber nicht weniger intensiv. Dein Kopf liegt auf meiner Brust. Du scheinst sicherstellen zu wollen, dass mein Herz mir nicht aus der Brust springt. Garantieren kann ich gerade für nichts, da bin ich ehrlich. Meine Finger tanzen noch ein bisschen über deine Haut, bis sich meine Arme um dich legen, um sicherzustellen, dass du mir nicht gerade abhanden kommst. Meine Welt dreht sich wieder, aber irgendwie nicht ganz wie vorher. Mein Körper kribbelt von Kopf bis Fuß und irgendwie fühlt es sich an, als würde ich schweben. Meine Nasenspitze in deine Haare geschoben, atme ich dich tief ein und halte nicht nur dich, sondern auch diesen Moment fest.
Atemberaubend im wahrsten Sinne des Wortes. Da gerade die Musik unser Herzschlag ist, wird dieser Moment wohl darauf abgespeichert und der Duft deiner Haare, deiner Haut und deines Seins wird genau auf diese Sekunde abgelegt. Kurz vorm Verschmelzen und Eins zu sein, setzt der Verstand wieder ein und bringt uns zurück ins Leben, aber wie. Lebendig, so fühle ich mich gerade.
Es könnten nun Sekunden, Stunden oder Tage vergangen sein in dieser Position. Nicht zu spüren die Dimension der Zeit für dieses Zusammentreffen. Langsam löst du diese Szene auf und ich spüre wie deine Hand sich zwischen meine Lenden und deinen Schoß schiebt. Als ich dann kurze Zeit später deine Finger auf meinen Lippen spüre und den süßen Nektar von deiner Haut küssen und lecken kann, bin ich wohl nachhaltig verloren. Dein Blick entführt mich, deine Worte dringen tief in mein Sein ein.
„Ich möchte, dass du weißt, was du nun schon ein paar Mal sehr zielsicher angerichtet hast! Ich will mehr davon. Von dir, und davon!!!“ Du schiebst deinen Zeigefinger in meinen Mund und lässt mich deine Lust davon schmecken. „Was ich aber fast noch mehr brauche gerade, ist es gehalten zu werden!“ Während du diese Worte tief in meine Sinne gehaucht hast, ziehst du mich, mit deiner Hand in meiner, auf deine Couch und platzierst dich genau vor mir. Legst deinen Kopf in meinen Arm und kuschelst dich voller Vertrauen ganz eng an mich…